Einladung zur 68. öffentlichen Vortragsveranstaltung

am Samstag, den 14.10.2017 im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn

14:00 – 14:45 Lewis Doney, Bonn: Padmasambhava: The Second Buddha
   
14:45 – 15:30 Amelie Veronika Bader, Leipzig: Was Zeichnungen uns zeigen: Aneignungen der Hochzeitsbilder aus der Wise-Collection in Ladakh
   
15:30 – 16:00 Kaffeepause
   
16:00 – 16:45 Gerald Kozicz, Graz: Der Ministerpalast von Hunder: Eine Architektur erzählt von der Geschichte der Trans-Himalaya Routen
   
16:45 – 17:30 Diana Lange, Berlin: Tashilhunpo im Nubra Tal: Visuelle Zeugnisse kultureller Interaktionen zwischen Ladakh und Tibet
   
18 Uhr Tibetisches Abendessen
   
   
Eintritt:  
Mitglieder: frei
regulär: 8 €
Schüler/Studendierende: 2,50 €
   
  Die nächste Vortragsveranstaltung findet am Samstag, 05. Mai 2018 statt.
   
Amelie Veronika Bader studierte Ethnologie und Tibetologie in Leipzig. Ihre Masterarbeit „Ethnography — Or about Drawing Culture“ setzt sich mit interpretativen Zugängen zu ausgewählten Bildern der Wise-Collection auseinander. Ihr Forschungsinteresse liegt insbesondere auf visueller und materieller Kultur Tibets und Ladakhs.
   
Diana Lange promovierte im Fach Zentralasienstudien an der Humboldt Universität zu Berlin, wo sie gegenwärtig als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Asien- und Afrikastudien tätig ist. Ihre Forschungen konzentrieren sich regional auf Tibet und die benachbarten Regionen mit einem Schwerpunkt auf materieller und visueller Kultur sowie kulturellen Interaktionen. In ihrem Habilitationsprojekt dokumentiert sie am Beispiel der Wise Collection der British Library in welcher Form und mit welchen Intentionen Wissen über Tibet gesammelt, interpretiert und dargestellt wurde.
   
Gerald Kozicz promovierte an der TU Graz zum Themenkomplex moderner Architektur in Japan und Südostasien. Seit 2005 hat er im Rahmen von drei Forschungsprojekten, gefördert durch den FWF, die Architektur und die indo-tibetische Kulturgeschichte im westlichen Himalaya des 11.–14. Jahrhunderts erforscht. Derzeit arbeitet er an der TU Graz zu seinem vierten FWF-Projekt zur Nagara Tempelarchitektur in Himachal. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Stupaarchitektur in Ladakh und der damit verbundene materiellen Kunst. Seine besonderen Interessen sind vor allem die Architekturtheorie, die Geometrie und das Zusammenwirken von Raum und Rauminhalt. Bei der Beantwortung der Frage, was zu einer speziellen architektonischen und auch generell gestalterischen Lösung geführt hat, sind komplexe Strukturen wie Stupas mit ihrem philosophisch-religiösen, geschichtlichen und auch sozio-kulturellen Hintergrund ebenso faszinierend wie facettenreiche Bauwerke wie der Hunder Zimskhang.
   
Lewis Doney ist Philologe und Buddhismusforscher. Er hat seinen Doktortitel 2011 an der SOAS London erhalten. Im Anschluss forschte er an der LMU München und der FU Berlin. Bevor er als Vertretungsprofessor nach Bonn kam, war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des ERC-Projektes “Asia Beyond Boundaries” am British Museum, London. Im Rahmen dieses Projektes lag sein Schwerpunkt auf der Erforschung von indischen Einflüssen auf die Tibetische Geschichtsschreibung. Seine vielfältigen Publikationen umfassen Titel wie „The Zangs gling ma: The First Padmasambhava Biography“ (International Institute for Tibetan and Buddhist Studies, 2014) und „History, Identity and Religious Dynamics in Tibet: The Textual Archaeology of the dBa’ bzhed Narrative“ (De Gruyter, forthcoming 2018).