Einladung zur 67. öffentlichen Vortragsveranstaltung

am Samstag, den 06.05.2017 im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn

14:00 - 14:45 Uhr Marlene Erschbamer, München: Entstehung und Verbreitung einer vergessenen Lehrtradition: die Barawa Kagyü
14:45 - 15:30 Uhr Lobsang Yongdan, Bonn: The Tibetan Encounter with European Science through the Qing Court in the 18th and 19th centuries
   
15:30 - 16:00 Uhr Kaffeepause
   
16:00 - 16:45 Uhr Thierry Dodin, Bonn/Nyons: Der Shugdenkult. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
16:45 - 17:45 Uhr Anne Kukuczka, Berlin: Nagelstudio, Lidkorrektur und Body Pump: Translokale Körper- und Schönheitspraktiken junger Tibeterinnen im heutigen Lhasa
   
18:00 Uhr Tibetisches Abendessen
   
Eintritt: Mitglieder frei
regulär: 8 €
Schüler/Studenten: 2,50 €
   
Anne Kukuczka schreibt derzeit ihre Masterarbeit in Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin. Zuvor schloss sie ihr Studium der Asienwissenschaften mit Fokus auf den Himalayaraum an der Humboldt Universität Berlin ab. Als Teil ihrer regionalen Spezialisierung studierte und forschte sie mehrere Jahre in Nepal, Indien und Tibet. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Anthropologie des Geschlechts und Körpers, urbaner Anthropologie, sozialen Medien und Prozessen der Globalisierung.
   
Lobsang Yongdan ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Social Status in the Tibetan World“ (ANR/DFG), das an die Abteilung für Mongolistik und Tibetstudien der Universität Bonn angebunden ist. Er wurde in Tibet geboren und durchlief eine Mönchsausbildung. Seinen Ph.D. in Sozialanthropologie hat er 2014 von der University of Cambridge erhalten. In seiner Forschung konzentriert er sich auf tibetische Sozial- und Wissenschaftsgeschichte, insbesondere auf europäisch-tibetische intellektuelle Berührungen. Zuletzt hat er, unter anderem, eine Studie publiziert, welche die Einführung der Edward Jenner Impfung in Tibet im frühen 19. Jahrhundert zum Thema hat.
   
Marlene Erschbamer studierte Tibetologie, Soziologie und Philosophie in München, wo sie im Rahmen des Promotionsprogrammes für Buddhismus-Studien über die tibetische Lehrtradition der Barawa Kagyü promovierte. Seit Oktober 2016 arbeitet sie als Stipendiatin am Projekt „Das Glorreiche Reisland, Tor zu Tibet. Der Norden von Sikkim in tibetischen und europäischen Reiseberichten,“ finanziert von der Frauenbeauftragten der LMU München und vom Bayerischen Gleichstellungsfonds (BGF).
   
Thierry Dodin studierte Tibetologie, Ethnologie und vergleichende Religionswissenschaft in Bonn, Köln und Göttingen. Er arbeitet heute vorwiegend über Gegenwartsfragen und die Geschichte des 19. und 20. Jhds. in den Himalayaländern, sowie über die Globalisierung des Buddhismus. Er ist Direktor von TibetInfoNet (TIN).